Danach zogen die beiden Fetischfreundinnen sich um. Gerade Teresa, die von ihrer Domina nun schon zweimal ins Schwitzen gebracht worden war, hatte einen Kleidungswechsel bitte nötig, da ihr erstes Outfit hoffnungslos verschwitzt war. Sie entschied sich diesmal für eins ihrer Lieblingstücke, einen enganliegenden, glänzenden Latexcatsuit, der ihren wohlgeformten Körper wie eine zweite Haut umschloss. Jolanda hingegen hatte sich für ein ‚Gummischwesternoutfit' entschieden, das ihr ebenfalls bestens stand. Sie hörten so manches Mal Bemerkungen wie ‚Ich bin krank, ich brauche Hilfe' von den sie bewundernden männlichen Besuchern. Die beiden Frauen bummelten nun vergnüglich über die ‚Boundcon', um ein wenig ‚Shopping' zu machen. Kein Problem bei der Fülle der offerierten Waren. Magazine, Videos, Sexspielzeuge, S/M-Equipment, Kleidungsstücke von soft bis bizarr ... Es gab eigentlich alles, was man irgendwie mit dem Wort ‚Fetisch' in Verbindung bringen konnte. …  [weiter »]
 

Kleiderprobieren! Eine tolle Sache. Eine Sache, die Kerle wohl nie nachvollziehen werden können. Männer hatten eben Spaß am Stammtisch über Unwichtigkeiten wie Fußball zu diskutieren, während Frauen ihre Kleiderproben hatten. Teresa starrte ungläubig auf die Unmengen von Fetischsachen, die sie auf dem Bett ausgebreitet hatte, welche noch durch die mitgebrachte Kleidung der Polizistin ergänzt wurde. Ja, sie hatte nun wirklich die Qual der Wahl, was sie für heute nacht anziehen sollte. ‚Und hoffentlich lässt die Kriminalbeamtin mir später die Wahl der Qual' dachte sie in einem Anflug von Galgenhumor, in Anspielung auf die Bemerkung, dass sie auf der ‚Boundcon' die Sklavin sein würde, während ihr Gegenüber die Domina war. Eine Domina. Ja, so wirkte die Hauptmeisterin auch auf sie mit ihrer Größe, der Schönheit und der schwarzen Kleidung. Die Ärztin war überzeugt, dass sie auch in ihrem Beruf eine unglaubliche Autorität ausstrahlte …  [weiter »]
 

Und die schwarzen Gestalten begannen zu tanzen, zu einer unheimlichen Musik, die nur sie selbst hören konnten.   DAS BUCH DES GEZÄHLTEN LEIDS Teresa zog entspannt an ihrer Zigarette. Wie schön. Wie schön der Genuss von Nikotin doch war. Wussten die Nichtraucher, die stets mit dem Finger auf die ‚blöden' Raucher zeigten, eigentlich was ihnen doch für eine Wohltat entging? Der Roman war gut. Sehr gut sogar. Eine attraktive Politesse hatte sich von einer ‚Sünderin' überwältigen lassen und lag nun von Kopf bis Fuß in Gummi verpackt gefesselt und geknebelt in deren Van. Teresa war schon sehr gespannt wie der Roman weiter gehen würde. So stellte sie sich einen entspannten Freitag vor. Sie hatte ihre gutgehende Arztpraxis wie immer zum Wochenende gegen 15 Uhr geschlossen und wollte den Tag entspannt bei einem spannenden Fetischroman und diverser Zigaretten ausklingen lassen. Ein oder zwei Flaschen französischer Wein am Abend würden ihr …  [weiter »]
 

„Seien wir beim nächsten Mal klüger als die Schlangen, welche zu lange in der selben Sonne liegen.“ (Friedrich Nietzsche) Die Sonne knallte. Da lagen wir nun also in der schwülen Hitze am Strand und hatten einen wundervollen Ausblick auf das blaue Meer. Ich, Xandra, und meine Lebensgefährtin, die junge Russin Fanja, die ich, da mich ‘Fanja’ immer so abwertend an ‘Fanta’ erinnerte, stets ‘Gwen’, natürlich in Anspielung auf die bekannte Figur von John Willie, nannte. Obwohl wir uns erst eine knappe Stunde in der Sonne befanden, waren wir bereits hoffnungslos durchgeschwitzt und durstig, weshalb die nur ein paar Zentimeter von mir entfernte Flasche ‘Dr. Pepper’, meine Lieblings-Cola, strahlte wie ein einsamer Stern in dunkler Nacht. Ferner begann unsere Haut zu brennen, obwohl unser Herr und Meister uns wohlweislich mit Sonnenöl eingerieben hatte, aber man konnte die Sonne in diesen Breitengraden eben nicht mit der Sonne Deutschlands vergleichen. ‘Wie …  [weiter »]
 


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